Kategorien
Zubereitung

Sage Barista Pro Test: Die All-in-One-Espressomaschine für Zuhause

Die Sage Barista Pro* ist eine Hybrid-Espressomaschine mit integriertem Mahlwerk. Sie ist eine beliebte Wahl für Kaffeeliebhaber, die den perfekten Espresso* zu Hause zubereiten möchten. In diesem Testbericht werden wir die Sage Barista Pro unter die Lupe nehmen und ihre Stärken und Schwächen beleuchten.

Sage Barista Express
Sage Barista Pro

Design und Verarbeitung

Die Sage Barista Pro ist eine kompakte und ästhetisch ansprechende Maschine. Sie ist aus hochwertigen Materialien gefertigt und macht einen robusten Eindruck. Die Oberfläche ist aus gebürstetem Edelstahl und die Bedienelemente sind aus Kunststoff, der im Sage Barista Pro Test recht hochwertig anmutet.

Die Maschine ist 33 cm breit, 30 cm tief und 45 cm hoch. Sie wiegt 8,5 kg und ist damit leicht transportabel.

Das Zubehör ist gut, vor allem das Milchkännchen. Nur der Tamper sollte gegen einen besseren ausgetauscht werden. Ich empfehle einen hochwertigen Edelstahl-Tamper*.

Funktionen

Die Sage Barista Pro bietet eine Reihe von Funktionen, die die Zubereitung von Espresso und Milchschaum erleichtern. Dazu gehören:

  • Ein Thermojet-Boiler mit einer Aufheizzeit von nur 3 Sekunden
  • Ein konisches Kegelmahlwerk mit 18 Mahlgradstufen
  • Eine PID-Steuerung zur Temperaturregulierung
  • Eine automatische Milchaufschäumung
  • Ein LCD-Display mit Timer und Temperaturanzeige

Bedienung

Die Bedienung der Sage Barista Pro ist intuitiv und einfach. Das Display zeigt alle wichtigen Informationen an, darunter die eingestellte Temperatur, die Mahlgradeinstellung und die Extraktionszeit.

Die Maschine verfügt über einen Ein-/Ausschalter, einen Mahlgradregler, einen Temperaturregler und einen Timer. Mit dem Timer kann die Extraktionszeit des Espressos eingestellt werden.

Die automatische Milchaufschäumung ist ebenfalls einfach zu bedienen. Dazu wird die Dampflanze in die Milchkanne getaucht und der Timer gestartet. Die Maschine erledigt den Rest automatisch.

Wer mit dem mitgelieferten Kännchen nicht zurechtkommt, dem kann ich den Klassiker von Motta* ans Herz legen.

Milchkännchen

Espressoqualität im Sage Barista Pro Test

Die Espressoqualität der Sage Barista Pro ist sehr gut. Die Maschine liefert einen vollmundigen und aromatischen Espresso mit einer cremigen Crema.

Die Temperatur ist konstant und die Extraktionszeit lässt sich präzise einstellen. Das sorgt für ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau.

Espresso im freien

Milchschaumqualität

Die Milchschaumqualität der Sage Barista Pro ist ebenfalls sehr gut. Die Maschine erzeugt einen feinporigen und stabilen Milchschaum, der sich ideal für Latte Art eignet.

Die automatische Milchaufschäumung ist einfach zu bedienen und liefert immer gleichbleibende Ergebnisse.

Cappuccino La Marzocco Test

Reinigung

Die Reinigung der Sage Barista Pro ist einfach und unkompliziert. Das Mahlwerk lässt sich einfach entnehmen und reinigen. Der Siebträger und die Dampflanze können unter fließendem Wasser gereinigt werden.

Zum regelmäßigen Rückspülen empfehle ich das Pulver von Puly Caff.* Die Dose sieht zwar altmodisch aus, das Mittelchen ist aber bewährt und sehr gut.

Fazit

Die Sage Barista Pro ist eine hervorragende Espressomaschine für Zuhause. Sie bietet eine gute Espressoqualität, einen einfachen Bedienkomfort und eine hohe Verarbeitungsqualität.

Die Vorteile der Sage Barista Pro sind:

  • Gute Espressoqualität
  • Einfache Bedienung
  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Kompakt und platzsparend

Die Nachteile der Sage Barista Pro sind:

  • Die Dampflanze ist etwas zu kurz für große Milchkannen
  • Die Maschine ist etwas teurer als vergleichbare Modelle

Insgesamt ist die Sage Barista Pro eine hervorragende Wahl für Kaffeeliebhaber, die den perfekten Espresso zu Hause zubereiten möchten. Sie bietet eine gute Mischung aus Qualität, Funktionalität und Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer noch mehr am Preis sparen möchte, der sollte sich zudem die Sage Barista Express* ansehen (hier geht´s zum Testbericht.

Kategorien
Zubereitung

Der geschmackvolle Tchibo Latin Grande Test

Kaffee aus Lateinamerika ist eigentlich teuer – sowohl die Rohbohnen als auch das geröstete Endprodukt. Nicht selten kaufte ich Bohnen aus Guatemala, die mehr als 80€ pro Kilogramm kosteten. Warum also nicht mal eine günstige Alternative probieren? Als ich Bohnen für den Sambia Test einkaufte, vielen mir der lateinamerikanische Kaffee bei Tchibo* auf. Also entschied ich mich kurzerhand für einen Tchibo Latin Grande Test und hoffte, nicht enttäuscht zu werden. Für einen Kilopreis von ca. 14 Euro erwartete ich nämlich nicht allzu viel. 

Kaffee aus Lateinamerika – aber von wo genau?

Von Tchibo bin ich schon gewohnt, dass die Informationen auf ihren Verpackungen eher dürftig ausfallen. So auch hier, es werden weder die Anbauhöhe noch die Finca genannt. Sogar das explizite Herkunftsland der Rohbohnen ist nicht angegeben. Der Käufer erfährt, dass es sich um Bohnen aus „Zentralamerika“ handelt. Ein Blick auf die Tchibo-Website verrät dann, dass die Bohnen aus den Ländern Brasilien, Guatemala und Honduras kommen. Ich finde es schade, dass Tchibo diese Infos nicht direkt auf der Verpackung angibt. Viele Kaffeefreunde kaufen ihre Bohnen nach Länderherkunft, da sie so die Geschmacksrichtung erahnen können.
Loben muss ich Tchibo, weil der Hersteller ein Produktionsdatum auf der Packungsunterseite angibt. So erfuhr ich, dass meine Bohnen vor 4 Wochen geröstet wurden. Ich kann also davon ausgehen, dass für meinen Tchibo Latin Grande Test die Bohnen schon ausreichend „ausdampften“ (an CO2 verloren haben) und noch nicht zu alt sind, um schon wichtigen Aromen verloren zu haben. 


Als letztes möchte ich noch das Aromaventil positiv erwähnen. Dieses ermöglicht das oben genannte Ausgasen, ohne dass Luft in die Packung gerät. Viele Hersteller verzichten auf dieses Ventil, da es durchaus Kosten verursacht. Sollte das bei Dir der Fall sein, empfehle ich die Bohnen in einen Vakuum-Behälter* umzufüllen.

Hier ist das Aromaventil gut ersichtlich. Es mag unscheinbar sein, ist für den Tchibo Latin Grande aber absolut wichtig!

Die Bohnen im Tchibo Latin Grande Test

Der Geruch von Kaffeebohnen ist etwas Großartiges. Aber er bereitet mir nicht nur Freude, sondern verrät mir auch sehr viel darüber, was mich im fertigen Getränk erwartet. Im Tchibo Latin Grande Test öffnete ich die Packung und roch sofort Kirsche und Schokolade. Das stimmte mich schonmal sehr positiv. Denke ich an lateinamerikanische Kaffees, dann erscheinen immer die Geschmäcker Kakao, Süße und rote Früchte. 
Die Bohnen selbst scheinen sehr gleichmäßig geröstet zu sein. Für einen Filterkaffee wirken sie farblich eher etwas dunkel, weshalb ich einen schokoladigen Geschmack erwarte. Überröstet wirken sie aber nicht, schließlich erkenne ich keine glänzenden Stellen an den Bohnen. Dieser Glanz entsteht bei zu langer Röstung, die Kaffeefette und Öle treten dabei an die Oberfläche. Meist schmecken solche Bohnen nur nach Röstaromen. Zum Glück ist das beim Tchibo Latin Grande nicht der Fall. 

Die Bohnen sehen gleichmäßig und hochwertig aus.


Der verwendete Rohkaffee für den Tchibo Latin Grande scheint von guter Qualität zu sein, denn ich finde nur sehr wenig Bohnenbruch und keine Bohnenfehler wie Insektenlöcher und Fraßstellen. Auch macht mich zuversichtlich, dass der Tchibo Latin Grande Test auch geschmacklich überzeugen kann.

Bohnen in die Mühle, Wasser in den Brüher

Die Bohnen wurden inspiziert und beschnuppert, jetzt geht es ans Verköstigen. Da die Bohnen etwas dunkel daherkommen, entschied ich mich, meinen Timemore Wasserkocher* auf recht kühle 90 Grad einzustellen. Das sorgt dafür, dass fruchtige Komponenten hervorgehoben werden und Kakao in den Hintergrund tritt. Als Mühle verwendete ich das Non-Plus-Ultra der Filterkaffeemühlen – eine Comandante C40 MK4* (hier gehts zum Testbericht der Mühle). Diese stellte ich auf 20 Klicks ein und fütterte sie mit 12 Gramm Tchibo Latin Grande Bohnen. Die Handmühle gibt natürlich unvermittelt Feedback über die Bohnen. Und bei diesem Test fiel mir auf, dass die Kaffeebohnen vergleichsweise hart sind. Das spricht wiederum für einen fruchtigen Geschmack.


Um herauszufinden, ob sich das bestätigt, brühte ich das Mahlgut mit 200ml Wasser nach der James Hoffmann Methode auf. Den Kaffee lies ich anschließend etwas abkühlen. Das sorgt für einen komplexeren und nuancenreicheren Geschmack, als wenn das Getränk zu heiß getrunken wird. 


Beim ersten Schluck kamen mir direkt Gedanken an mein Frühstück. Der Geschmack erinnert stark an Blaubeeren, kombiniert mit einer gewissen Erdigkeit. Mein Frühtück war übrigens ein Blaubeermüslie, was als Beschreibung wirklich gut passt. In der Tasse* vermisse ich etwas Säure, dafür schmecke ich umso mehr Süße. So viel Süße, dass es mich wirklich überrascht hat. Als hätte ich Honig ins Müsli gegeben. Als Filterkaffee hat mich der Tchibo Latin Grande test wirklich überzeugt, das ist ganz großes Kino.

Tchibo Latin Grande als Espresso?

Da die Filterkaffeebohnen mit kaum Säure daherkommen, entschied ich mich für einen Test in meiner Dual-Boiler-Espressomaschine, der Lelit Elizabeth* (hier geht’s zum Testbericht). Der Espresso lief schön aus dem bodenlosen Siebträger und hat eine ansprechende Crema.

Espresso La Marzocco Test


Dem Espresso fehlt jegliche Schoko oder Kakaonote, dafür schmecke ich viel Fruchtsäure. Ich würde den Geschmack als Johannisbeere beschreiben. Vielen gefällt genau diese Säure, mir war es aber ein bisschen „too much“. Trotzdem bezog ich einen weiteren Espresso, um ihn mit Milch zu einem Cappuccino zu verwandeln. Um da überzeugte er mich wieder, genauso wie als Filterkaffee. Die Tasse Cappuccino* schmeckt wie ein Blaubeershake. Süß, fruchtig und unheimlich lecker. Ich empfehle jedem, der den Tchibo Latin Grande testen möchte, auch einen Cappuccino damit zuzubereiten.

Cappuccino La Marzocco Test

Das Fazit zum günstigen Kaffee aus Lateinamerika

An den Tchibo Latin Grande Test* ging ich mit geringen Erwartungen. Südamerikanische Bohnen für unter 15€ das Kilo, was will man da schon erwarten. Dafür wurde ich sehr positiv überrascht. Fruchtiger Blaubeergeschmack mit einem Hauch Erdigkeit – das ist genau das, was ich mit südamerikanischen Kaffee verbinde. Als Filterkaffee eine Wucht, im Espresso mir persönlich zu sauer. Dafür ist der „Blaubeer-Cappuccino“ umso besser. Ich kann für den Latin Grande von Tchibo eine klare Empfehlung aussprechen.

Kategorien
Zubereitung

Tchibo Sambia Test – wie schmecken die Bohnen aus Afrika?

Ich trinke gerne hochwertigen Kaffee*, der auch mal etwas teurer ist. Meine Bohnen kosten in der Regel zwischen 60€ und 100€ pro Kilogramm. Belohnt wird der hohe Preis mit fairen Anbaubedingungen für die Bauern, perfekter Verarbeitung und Röstung sowie einem extravaganten Geschmack.
Vor wenigen Wochen wagte ich den Griff zu wesentlich günstigeren Kaffeebohnen. Rund 18€ kostet ein Kilogramm des Tchibo Sambia Kaffees*. Kann mich der, trotz des geringen Preises, überzeugen? Das finde ich im folgenden Tchibo Sambia Test heraus.

Die Verpackung des Tchibo Sambia 

Der erste Absatz dreht sich rund um die Verpackung des Kaffees. Das mag auf den ersten Blick lächerlich erscheinen, sagt aber viel über die Rösterei und deren Anspruch aus. So erwarte von allen Röstern, dass sie das Röstdatum auf ihren Verpackungen angeben. In diesem Punkt überzeugte mich Tchibo, der Hersteller gibt sowohl das Röstdatum als auch die 1-jährige Haltbarkeit an. 
Ansonsten ist Tchibo leider recht zurückhaltend, was Informationen zu Herkunft, Anbau und Verarbeitung der Bohnen betriff. Es werden zwar das Anbauland Sambia, die Tchibo-eigene Röststufe und kurz der Geschmack beschrieben, viel mehr erfährt der Kunde aber nicht. Mich würden etwa Aufbereitungsart, Anbauhöhe und das Erntejahr interessieren.
Abgesehen von der überschaubaren Informationsangabe weiß die Verpackung im Tchibo Sambia Test zu überzeugen. Der Beutel kommt mit einem sinnvollen Aromaventil daher und macht optisch schon einiges her. 

Tchibo Sambia Test

Der Geschmack im Tchibo Sambia Test

Vor dem eigentlichen Geschmackstest möchte ich kurz auf das Bohnenbild eingehen. Auf den ersten Blick scheint der Kaffee aus Sambia sehr gleichmäßig und einen Tick dunkel geröstet zu sein. Beim genaueren Hinsehen lassen sich Unregelmäßigkeiten und ein wenig Bohnenbruch entdecken. Beides ist aber noch im Rahmen. Rein optisch würde ich den Tchibo Sambia als durchaus hochwertig einstufen.

Tchibo Sambia Test


Beim Öffnen der Tüte achte ich immer auf den Geruch der Bohnen. In diesem Fall rieche ich Karamell, Nuss und Röstaromen, weshalb ich mich auf eine für Filterkaffee vergleichsweise dunkle Röstung eingestellt habe. Ob ich damit richtig liege, beweist der Geschmackstest.
Ich wählte für die Zubereitung einen klassischen 60°-Cone-Brüher aus dem Hause Timemore* (hier findet sich der dazugehörige Testbericht) und gebleichtes Hario Filterpapier aus Japan*. Gemahlen wurden 12 Gramm Bohnen mit der Comandante C40 MK4* bei der Mahlgradeinstellung 20.

https://amzn.to/3RGM4vK

Mit der Comandante sind beste Mahlergebnisse garantiert. Hier geht´s zum Testbericht.

Ich goss insgesamt 200 Milliliter in 2:30 Minuten (nach der „1-Tassen-Methode“ von James Hoffmann) auf, was meinem klassischen Rezept entspricht. Zum kontrollierten Gießen nutzte ich einen Schwanenhalswasserkocher von Timemore*, welchen ich auf eine Temperatur von 95°C einstellte. 


Ich probierte den zubereiteten Kaffee erstmal im heißen Zustand. Dabei offenbaren sich Aromen von Orange und Karamell. Im sehr heißen Zustand vermisste ich sowohl Süße als auch Körper.
Nach einigen Minuten Wartezeit, als der Tchibo Sambia Kaffee weiter abkühlte, war ich wirklich überrascht. Der Brew wartet mit einer sehr harmonischen Balance zwischen Süße und Fruchtigkeit auf. Ich musste ein bisschen an Weihnachten denken, die Kombination aus saurer Orange und süßem Karamell sorgten für „Glühwein-Assoziationen“. Im Nachgeschmack bleibt dann vor allem eine angenehme und langanhaltende Säure über. Neben dem überraschend komplexen Geschmack weiß auch das Mundgefühl zu gefallen, der Körper ist im abgekühlten Zustand sehr gut. Insgesamt eine wirklich ausgewogene und gefällige Tasse*.

Der Tchibo Sambia – ein Fazit

Wenn ich an Tchibo denke, dann kommen mir automatisch Bilder an den Kaffeekranz bei Oma in den Kopf. Da war eigentlich immer der Kuchen das kulinarische Highlight, der Kaffee wurde mit Milch und viel Zucker genießbar gemacht. 
Dass der Hersteller auch sehr hochwertige Kaffees herstellt, das wurde mir beim Tchibo Sambia Test so wirklich bewusst. Zu einem Preis von unter 20€ pro Kilogramm bieten die Bohnen komplexe Aromen und ein hervorragendes Mundgefühl. Nach diesem Test bin ich gespannt, weitere Bohnen von Tchibo zu testen und die Ergebnisse hier zu veröffentlichen.

Kategorien
Zubereitung

Vergleichstest: La Marzocco Linea Mini vs. La Marzocco Linea Micra

Kaffee ist für viele Menschen mehr als nur ein Getränk – es ist eine Leidenschaft. Insbesondere Baristas und Kaffeeliebhaber weltweit schätzen die Qualität und das Handwerk, das in einer Tasse Espresso steckt. Wenn Sie auf der Suche nach einer Espressomaschine sind, die höchste Qualität und Leistung verspricht, stoßen Sie zwangsläufig auf die Modelle La Marzocco Linea Mini* und La Marzocco Linea Micra. Diese beiden Maschinen gehören zur renommierten La Marzocco-Produktreihe und bieten erstklassigen Kaffee. In diesem Vergleichstest möchten wir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen diesen beiden Modellen näher beleuchten, um Ihnen bei Ihrer Entscheidungsfindung behilflich zu sein.

Espresso La Marzocco Test

Design und Größe

Die La Marzocco Linea Mini und die La MarzoccoLinea Micra zeichnen sich beide durch ein ansprechendes Design aus, das in jede Küche* oder jeden Café-Bereich passt. Beide Maschinen verfügen über hochwertige Edelstahlgehäuse, die langlebig und robust sind. Beachten Sie jedoch, dass die Linea Mini etwas größer und schwerer ist als die Linea Micra, was bei begrenztem Platz in der Küche oder im Café berücksichtigt werden sollte. Die Linea Mini misst 37 cm in der Höhe, 35,7 cm in der Breite und 45,3 cm in der Tiefe, während die Linea Micra mit kompakten Abmessungen von 32 cm Höhe, 36 cm Breite und 47 cm Tiefe aufwartet.

Reinigung und Wartung

Die Reinigung* und Wartung sind wichtige Kriterien bei der Wahl einer Espressomaschine. Die Linea Mini und die Linea Micra sind beide benutzerfreundlich in dieser Hinsicht. Beide Modelle verfügen über herausnehmbare Wassertanks und Tropfschalen, was die Reinigung erheblich erleichtert. Ein Vorteil der Linea Mini besteht darin, dass der Wasserboiler leicht zugänglich ist, was die Wartung erleichtert. Bei der Linea Micra erfordert der Zugang zum Wasserboiler etwas mehr Aufwand, falls notwendig.

Leistung und Kapazität

Beide Maschinen bieten herausragende Leistung und sind mit einer Zweikreis-Brühgruppe ausgestattet, um konstante Temperatur und Druck während der Espresso-Extraktion zu gewährleisten. Die Linea Mini verfügt über einen 2,5-Liter-Wassertank, während die Linea Micra mit einem größeren 3-Liter-Wassertank aufwartet (für das perfekte Wasser empfehle ich frisch gefiltertes*). Diese größere Kapazität macht die Linea Micra ideal für geschäftige Cafés oder Orte, an denen viele Espresso-Getränke zubereitet werden. Die Linea Mini bietet außerdem ein integriertes Manometer, das den Druck während der Espresso-Extraktion anzeigt, was insbesondere bei der Feinabstimmung Ihres Espressos hilfreich sein kann. Die Linea Micra hingegen verfügt nicht über diese Funktion.

Cappuccino La Marzocco Test

Bedienung und Benutzerfreundlichkeit

Beide Maschinen sind einfach zu bedienen und bieten eine intuitive Benutzeroberfläche. Die Linea Mini verfügt über ein digitales Display, auf dem die Temperatur und die Pre-Infusionszeit angezeigt werden. Die Linea Micra bietet hingegen eine analoge Anzeige für die Temperatur und die Pre-Infusionszeit. Ein entscheidender Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt in der Handhabung des Dampfrohrs. Die Linea Mini erfordert manuelles Betätigen des Dampfrohrs, während die Linea Micra ein automatisches Dampfsystem hat, das die Textur des Milchschaums steuert. Dies macht die Linea Micra benutzerfreundlicher, insbesondere für Baristas, die noch nicht über viel Erfahrung im Milchschäumen verfügen.

Anpassungsmöglichkeiten

Die Linea Mini bietet dem Benutzer mehr Anpassungsmöglichkeiten bei der Espresso-Extraktion. Sie können die Temperatur und die Pre-Infusionszeit nach Ihren Wünschen einstellen, was erfahrenen Baristas die perfekte Tasse Espresso brühen und auf verschiedene Kaffeebohnen reagieren lässt. Die Linea Micra bietet hingegen weniger Anpassungsmöglichkeiten und ist möglicherweise besser für Benutzer geeignet, die eine einfachere Espresso-Zubereitung bevorzugen.

Preis und Wert

Die La Marzocco Linea Mini ist die teurere der beiden Maschinen, während die Linea Micra zu einem etwas niedrigeren Preis erhältlich ist. Die Linea Mini richtet sich an ernsthafte Kaffeeliebhaber, die höchste Qualität in der Espressozubereitung suchen, während die Linea Micra eine kostengünstigere Option für Cafés oder Heimanwender ist, die dennoch erstklassigen Kaffee zubereiten möchten. Beide Maschinen bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man die gebotene Leistung und Qualität berücksichtigt. Bei beiden La Marzocco-Modellen ist eine begrenzte Garantie vorhanden, deren Bedingungen je nach Region variieren können. Es ist ratsam, die Garantiebedingungen sorgfältig zu prüfen und den Kundendienst von La Marzocco zu berücksichtigen. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und der Kundendienst können bei der langfristigen Zufriedenheit mit Ihrer Espressomaschine eine wichtige Rolle spielen.

Fazit

Die Wahl zwischen der La Marzocco Linea Mini und der La Marzocco Linea Micra hängt von Ihren individuellen Anforderungen und Ihrem Budget ab. Die Linea Mini bietet höchste Qualität, ein stilvolles Design und manuelle Steuerungsoptionen, während die Linea Micra mit einem automatischen Dampfsystem und einem günstigeren Preis punktet. Beide Maschinen bieten erstklassige Leistung und sind eine Investition in die Zubereitung von hochwertigem Kaffee. Letztendlich hängt die Wahl davon ab, was Sie in Ihrer Espressomaschine suchen und wie viel Platz und Budget Sie zur Verfügung haben. Ganz gleich, für welches Modell Sie sich entscheiden, Sie können sicher sein, dass Sie qualitativ hochwertigen Kaffee genießen werden.

Als Alternativen zu den Modellen aus dem Hause La Marzocco bieten sich die folgenden Modelle an. Sie sind ebenfalls hochwertig verarbeitet und bieten alles, was ein guter Siebträger mit sich bringen muss.

Kategorien
Zubereitung

Dinzler Espresso Peru im Test

Die Kaffeerösterei Dinzler aus dem bayerischen Irschenberg röstet seit einigen Jahrzehnten Kaffees im großen Stil. Von einer kleinen Rösterei um die Ecke kann hier nicht mehr die Rede sein. Ich habe mich für den Dinzler Espresso Peru Test entschieden, da mich interessiert, wie gut ein derart großer Röster die hochwertigen Rohbohnen aus Südamerika verarbeiten kann.

Optisch ansprechend kommt der Dinzler Espresso Peru*auf jeden Fall daher.

Optisch ansprechend kommt der Beutel auf jeden Fall daher!

Was verspricht uns der Röster?

Viele Infos bietet uns der Röster im Dinzler Espresso Test nicht. Für einen Preis von etwas über 35 Euro pro Kilogramm bekommen wir Bohnen in Bio-Qualität und wenige Infos über die Herkunft. Erst auf den zweiten Blick erkennen wir etwa, dass es sich ganz offenbar um einen Blend handelt. Auf der Rückseite ist vermerkt, dass sich Bohnen aus Peru und Indien in dem Kaffeebeutel getroffen haben. Den Geschmack beschreibt Dinzler als fruchtig, harmonisch und süß. Das lässt die Freude auf eine vergleichsweise helle Röstung steigen.

Die Bohnen im ersten Test

Beim Öffnen der Tüte strömt mir ein recht neutraler Duft entgegen, der an Röstaromen und Gewürze erinnert, es geht fast schon in eine erdige Richtung. Die Bohnen sehen sehr gleichmäßig aus, ich würde sie als mittelstark geröstet bezeichnen. Leider findet sich im Dinzler Espresso Peru Test etwas Bohnenbruch in der Tüte.

Die gleichmäßige Röstung ist positiv, der vorhandene Bohnenbruch nicht.

Es geht an die Zubereitung

Gemahlen habe ich mit der Comandante C40 MK4 auf Stufe sieben. 18 Gramm im Zweiersieb sorgten mit der Lelit Mara X für einen guten Bezug, innerhalb von 30 Sekunden fanden 40 Gramm Espresso den Weg in die Tasse*. Dieses Rezept stellte sich als das idealste heraus, welche eine recht harmonische Tasse hervorbrachte.

Gemahlen mit der Comandante erhält man ein fluffig-leichtes Mahlgut.

Der Geschmack fiel im Dinzler Espresso Test recht balanciert aus. Die Röstung beschreibe ich als mittelstark mit Tendenz ins Dunkle. Ich schmecke Kakao, welche von Fruchtigkeit umgeben sind. Wahrscheinlich trifft die Beschreibung dunkle Schokolade mit Amarena ganz gut auf diesen Espresso zu. Ich muss sagen, geschmacklich überzeugt mit der Dinzler Espresso Peru im Test durchaus, wenngleich etwas süße fehlt.

Von einem reinen Arabica-Espresso darf nicht allzuviel Crema erwartet werden. Trotzdem bietet der Dinzler Espresso Peru ein schönes Bild.

Aber gilt das auch für einen Cappuccino? Natürlich musste ich das testen. Ich bezog noch einen doppelten Espresso und versuchte mit an einem Tässchen Latte Art*. Hier bietet sich ein interessantes Geschmacksspektrum. Mit der milde der Milch treten die Röstaromen in den Hintergrund und die Frucht kommt weiter hervor. Kirschmilch kommt mir sofort in den Sinn. Wirklich gut!

Der Geschmack ist auf jeden Fall besser als meine Latte-Art-Fähigkeiten 😉

Ein Fazit zum Dinzler Espresso Peru Test

Der Bio-Espresso aus Bayern wartet leider mit wenigen Infos auf der Verpackung auf. Das ist schade, denn geschmacklich muss er sich nicht verstecken. Trotz Bohnenbruch läuft ein gut ausbalancierter Espresso in die Tasse, der Frucht und Röstaromen gut einbindet. Vor allem in Kombination mit Milch erfreut sich der Gaumen an einem wirklich interessanten Getränk, das Kirschen und Cremigkeit bereithält.

Kategorien
Testberichte

Timemore Crystal Eye Test – eine V60 Alternative?!

Für lange Zeit galt für mich der klassische Hario V60 Brüher als der Maßstab unter den Filtermethoden. Neben ihm sind andere Modelle weit verbreitet, wie die Chemex* oder der klassische Melitta-Filter*. Seit einiger Zeit bietet der aufstrebende Hersteller Timemore nun den Crystal Eye Dripper* zum Kauf an. Wie sich der im Test und vor allem im Vergleich zum Klassiker Hario V60 schlägt, wird in diesem Testbericht erläutert.

Preis, Verarbeitung und Lieferumfang

Vor rund 6 Monaten entschied ich mich für den Timemore Crystal Eye Test, vor allem da der Dripper einen vergleichsweise niedrigen Preis hat. Ich bezahlte für das Modell aus durchsichtigem Kunststoff nur 10 €, was sogar im Vergleich zum Hario V60* günstig ist. 
Im Lieferumfang ist neben einer brauchbaren Brühanleitung auch ein Päckchen mit 20 Papierfiltern. Der Dripper selbst ist wenig umweltfreundlich in zwei Plastiktüten eingepackt.
Als Material benutzt Timemore einen PCTG-Kunststoff. Insgesamt fühlt sich das wertig und sehr stabil an, was auch an der vergleichsweise dicken Wandstärke liegen kann.

Im Timemore Crystal Eye Test viel die Verarbeitungsqualität eher durchwachsen aus. Die Flächen sind schön anzufassen und absolut klar, Stöße besitzen nur eine sehr kleine und unauffällige Nase. Weniger gut gefallen uns dagegen die Kanten an der Ober- und Unterseite. Diese sind scharfkantig und nicht gebrochen. Eine leichte Rundung dieser Bereiche wäre wünschenswert und würde für eine wesentlich bessere Haptik sorgen.

Der Geschmack im Timemore Crystal Eye Test

Um den Geschmack zwischen Hario V60 und Timemore Crystal Eye testen zu können, brühte ich mit beiden Versionen einen Filterkaffee. Für den Vergleichstest nutzte ich den Kenia Gondo AB von Van Gülpen, der sowohl fruchtige als auch säuerliche Noten aufweist und sicherlich auf der sehr hellen Seite zu verordnen ist. 
Schon beim Waschen des Filterpapiers fielen erste Unterschiede auf. Beim V60 störte mich schon immer, dass sich das Papier nicht perfekt an die Innenseiten anschmiegt. Der Brewer scheint ein wenig zu groß für die dazugehörigen Papiere zu sein. Hier gehen die ersten Punkte an den Timemore Crystal Eye, das Filterpapier* (in meinem Test übrigens die japanischen V60-01, gebleicht) schimegt sich perfekt an die Innenwand an. Das sorgt beim Brühen dann dafür, dass nur wenig Wasser zwischen Filter und Filterhalter durchfließt, was in einer besseren Extraktion resultieren sollte.

Ganz praktisch ist das auch in etwas längeren Durchlaufzeiten im Vergleich zum Hario V60 zu bemerken. Ich brühte mit beiden 12 Gramm, auf 25 Klicks mit der Comandante C40 gemahlen, zu 200ml auf. Im V60 dauerte der Brew 2:25 Minuten, im Timemore Crystal Eye 2:45 Minuten.

Nach dem Brühen stand natürlich der Geschmackstest an. Im direkten Vergleich ist durchaus ein leichter Unterschied zu schmecken, der Kaffee aus dem Timemore Crystal Eye hat eine bessere Textur bei gleichzeitig besser eingebundener Säure. Die V60 Variante schmeckt dagegen etwas weniger balanciert und weniger „cremig“.

Ein Fazit zum Timemore Crystal Eye Test

Timemore hat mit dem Crystal Eye einen hübschen Brüher entwickelt, der sich gegen den Platzhirsch von Hario durchsetzen muss. Und genau das kann er auch. Auch wenn die Verarbeitungsqualität nicht ganz mit dem Vorreiter mithalten kann, fällt der direkte Geschmacksvergleich positiv aus. Ob das an der besseren Papierpassgenauigkeit oder der anderen Riffelung liegt, wage ich nicht zu beurteilen. Doch das Ergebnis weiß einfach zu überzeugen. Und so auch der Brewer nach nunmehr 6 Monaten, welcher trotz täglichem Gebrauch noch wie neu aussieht.

Kategorien
Zubereitung

Rocket Appartamento Test – Die beliebte Espressomaschine im Praxistest

In der Welt der Espressomaschinen hat sich die Rocket Appartamento* als echter Verkaufsschlager für Kaffeeliebhaber etabliert. In diesem Rocket Appartamento Test werden wir die elegante Espressomaschine genauer unter die Lupe nehmen und herausfinden, warum sie bei der breiten Masse so beliebt ist. Wir werden ihre wichtigsten Eigenschaften, Leistung und Designaspekte betrachten, um festzustellen, ob sie ihren Hype wirklich verdient.

Design und Verarbeitung

Die Rocket Appartamento macht bereits auf den ersten Blick einen hochwertigen Eindruck. Ihr italienisches Design zeichnet sich durch klare Linien und hochwertige Verarbeitung aus. Die E61 Brühgruppe sorgt für den klassischen Touch, wohingegen die modernen Seitenteile mit runden Designapplikationen dazu im Kontrast stehen. Die Maschine ist in verschiedenen Farbvarianten erhältlich, darunter der typische Chromlook und auffälliges Kupfer. Das Gehäuse ist robust und langlebig, wobei bei der Verarbeitung durchaus kleine Abstriche gemacht werden müssen. Vor allem im Vergleich zu Modellen aus dem Hause ECM* fallen etwa die Spaltmaße nicht ganz so perfekt aus.
Trotzdem, Rocket Espresso macht mit der Appartamento in den Punkten Design und Verarbeitung fast alles richtig. Unter diesen Aspekten ist die Maschine durchaus empfehlenswert.

Mit der Maschine kommt erfreulicherweise ein sehr guter Tamper. Ich empfehle, zusätzlich ein WDT-Tool* zu kaufen. Diese sind nicht teuer und sorgen für eine gute Extraktion.

Benutzerfreundlichkeit

Im Rocket Appartamento Test fiel, wie bei fast allen E61-Maschinen, die lange Aufheizzeit negativ auf. Um eine wirklich gut durchwärmte Brühgruppe zu haben, muss der User rund 40 Minuten warten. Das ist in der heutigen Zeit kaum mehr zu tolerieren, zumal der Stromverbrauch für den Konsum im privaten Umfeld pro Tasse sehr hoch ist. 


Abgesehen von diesem Punkt ist die restliche Bedienung sehr klassisch. Der Espressobezug wird mittels des Bezughebels gestartet und beendet. Für Dampf und Heißwasser steht jeweils ein Rädchen zur Verfügung. Und auch das Ein- und Ausspannen des Siebträgers geht gewohnt einfach von der Hand – ein Verrutschen der Maschine ist ausgeschlossen. Sie bringt schließlich 21 Kilogramm auf die Waage.
Einen kleinen Abstrich müssen Nutzer bei der Anordnung der Bedienelemente in Kauf nehmen. In unserem Rocket Apparamteno Test kamen sich der Bezugshebel mit dem Heißwasserauslass immer wieder in die Quere, da in diesem Bereich der Abstand einfach zu eng ist. Das ist natürlich der Kompaktheit der Maschine geschuldet, weshalb diese kleine Benutzerschwierigkeit durchaus verschmerzbar ist.

Espressoqualität und Milchschaum

Was nützt ein beeindruckendes Design, wenn die Espressoqualität nicht mithalten kann? Hier überzeugt uns die Maschine im Rocket Appartamento Test fast auf ganzer Linie. Mit ihrem Zweikreiser-System und einer 1,8-Liter-Kupferboilereinheit liefert sie recht konstant guten Espresso. Die Temperaturstabilität ist, nach einem für Zweikreiser typischen Leerbezug von einigen Sekunden, sehr gut. Die aus dunklen Bohnen bezogenen Espressi sind gut texturiert und harmonisch im Geschmack. Lediglich bei hellen Röstungen wünscht man sich eventuell eine detailreichere Kontrolle der Brühtemperatur. Diese lässt sich bei der Rocket Appartamento nur mithilfe des Dampfboiler-Pressostats indirekt einstellen. 

Das schäumen verlief im Rocket Appartamento Test perfekt – in jeder Hinsicht. Der Dampf ist trocken und absolut kräftig (dank des großen Kessels vergleichbar mit Gastromaschinen) und auch die Dosierung geht dank des Dampfrads leicht von der Hand. Mit etwas Übung lässt sich feiner „Mikroschaum“ herstellen, der für Latte Art bestens geeignet ist. Um auch die Tatsache, dass eine Cool-Touch-Dampflanze verbaut ist, sorgt für eine gute Nutzererfahrung. Die Reinigung nach dem Schäumen geht schnell und einfach von der Hand, da sich die Milch nicht festbrennt. 

Motta 0901/03 Milchkännchen "Europa" aus Edelstahl, 350 ml
 Preis: € 28,99 Jetzt auf Amazon kaufen* Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Zuletzt aktualisiert am Januar 31, 2024 um 3:28 am . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Ich benutze seit Jahren ein Milchkännchen von Motta und kann sie jedem wärmstens empfehlen!

Preis-Leistungs-Verhältnis 

Die Rocket Appartamento ist sicherlich keine günstige Espressomaschine. Sie befindet sich im gehobenen Preissegment, vor allem was Zweikreiser angeht. In meinen Augen ist sie dennoch ihr Geld wert, wenn Wert auf ein stilvolles Design und robuste Technik gelegt wird. Ersatzteile werden über lange Zeit zu vergleichsweise günstigen Preisen verfügbar sein, da das meiste „Gastroqualität“ aufweist.

Zuletzt aktualisiert am Januar 31, 2024 um 3:32 am . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Ersatzteile wie etwa eine Brühgruppendichtung mit Duschkopf sind für wenige Euro erhältlich. Langfristig lässt sich die Rocket vergleichsweise kostengünstig warten.

Zusätzlich zum Kaufpreis sollte trotzdem ein gewisser Betrag für die regelmäßige Wartung eingeplant werden. Und damit meine ich nicht das Rückspülen und den Austausch einer Dichtung, sondern vielmehr das Entkalken. Denn dieser Vorgang ist bei Zweikreisern nur mit dem nahezu kompletten Zerlegen der Wasserführenden Teile wirklich sinnvoll möglich. Vom sogenannten Durchlaufentkalken rate ich strickt ab, ein Defekt verschiedener Bauteile durch sich lösende Kalkteilchen ist hier einfach zu wahrscheinlich.

Fazit: Rocket Appartamento Test

Die Rocket Appartamento Espressomaschine hat in diesem Test in fast allen Aspekten überzeugt. Ihr elegantes Design, die gute Espressoqualität und die solide Verarbeitung machen sie zu einer der besten zweikreisigen Espressomaschinen auf dem Markt. Die Langlebigkeit und auch die Preisstabilität rund diesen Eindruck ab. Wer viele Milchgetränke zubereitet und den Geschmack dunkler Bohnen mag, für den ist die Rocket Appartamento definitiv eine Überlegung wert.

Kategorien
Technik Zubereitung

Ein subjektiver Comandante C40 MK4 Test

Ich liebe hochwertiges Kaffeeequipment, sei es ein schöner Dualboiler* oder praktisches Zubehör. Aber selten erlebte ich einen solchen Hype und gleichzeitig eine eigene Begeisterung für ein Kaffee-Produkt wie bei der Comandante Handmühle. In den folgenden Absatz werde ich einige Worte über sie verlieren und die positiven wie auch negativen Seiten der Mühle beleuchten, sodass ein hoffentlich schlüssiger Comandante Test zu lesen ist. Ich habe sie bei Amazon* für etwas mehr als 200€ gekauft.

Die Qual der Wahl

Um meinen Comandante C40 Test ohne Beeinflussung von außen verfassen zu können, entschied ich mich die Mühle selbst kaufen. Und damit war ich schon mitten im Test. Ich war schier erschlagen von den verschiedenen Farben, Ausführungen, Zubehörteilen und Bezeichnungen. Neben Holz und bunten Farben bietet der deutsche Hersteller ein Modell Namens X25 Trailmaster an, das über dasselbe Mahlwerk verfügt, aber speziell für den Outdoor-Einsatz konzipiert wurde. 
Nachdem ich mich eingelesen und die verschiedenen Modelle miteinander verglich, kam ich zu dem Entschluss, die Comandante C40 MK4 in der schwarzen Metallausführung zu testen. 

Der Lieferumfang im Comandante C40 Test

erpackt in einem hochwertigen, sehr langen Karton erscheint die Comandante C40 in meiner Küche. Neben der Mühle finden sich ein Kunststoff-Auffangbehälter und einer aus Glas, ein Pinsel, die Anleitung sowie ein Comandante Silikonband sowie eine Filzunterlage. Die Funktion der Unterlage erschließt sich mir nicht ganz. Ich vermute, sie sollte bei der Reinigung untergelegt werden.
Die Erwartungen an den Lieferumfang einer Handmühle konnte der Comandante C40 MK4 Test erfüllen. Ich wüsste nicht, was hier fehlt.

Die Qualität der Comandante C40 MK4

Ich besaß über zwei Jahre das Vorgängermodell C40 MK3* und war von diesem qualitativ echt überzeugt. Die neue Version MK4 spielt in derselben Liga. Alles wirkt wie aus einem Guss, die Verarbeitung ist in meinen Augen absolut makellos. So ist die äußere Hülle aus Metall, ebenso das Mahlwerk und die Kurbelstange. Die Achse wird von zwei Kugellagern gehalten und dreht sich ausgesprochen leichtgängig. Der Knauf ist aus Holz und besitzt eine angenehme Größe. Bei den Auffangbehältern hat man bei der Comandante C40 MK4 die Wahl zwischen Glas und Kunststoff. Der Vorteil des Kunststoffmodells ist, dass keine störende „Stufe“ vorhanden ist, an der gerne etwas Mahlgut hängen bleibt. 

Die Comandante von oben ohne Deckel. Die Achse ist gelagert, die Kurbelaufnahme überarbeitet.

Die Handhabung im Comandante Test

Ich benutze meine Comandante seit einem guten halben Jahr nahezu täglich. Somit kann ich ganz gut einschätzen, wie gut die Handhabung im Comandante C40 Test tatsächlich ist. 
Zuerst möchte ich einen kleinen Vergleich zum Vorgänger ziehen. Das Modell MK3 hatte eine Rille auf der Oberseite des Kurbelaufnehmers, in der sich immer wieder Bohnen verfangen haben. Diese mussten dann aufwendig mit einem spitzen Gegenstand herausgepult werden. Im Comandante C40 MK4 Test trat dieses nervige Problem zum Glück nicht mehr auf, da die Aufnahme der Kurbel überarbeitet wurde. Sie ist komplett spaltfrei und somit ist das Befüllen der Mühle um ein Vielfaches einfacher. Ich benutze dafür meist einen der mitgelieferten Mahlgutbehälter, diese passen nämlich auf perfekt auf die Oberseite. So lässt sich die Mühle ohne Sauerei befüllen.
Das Aufstecken der Kurbel und auch das Aufschrauben des Mahlgutbehälters gehen intuitiv und sehr einfach von der Hand. Die Kurbel rastet mithilfe eines Magnets sicher ein, der Auffangbehälter ist nach zwei Umdrehung sicher mit der Mühlenunterseite verschraubt. 
Für mich findet sich nur ein Handhabungs-Nachteil im Comandante Test, nämlich die Mahlgradverstellung. Diese ist an sich sehr einfach, es wird ein kleines Rädchen auf der Unterseite entweder auf- oder zugedreht, und auch der Nullpunkt lässt sich leicht finden. Allerdings fehlt mir ganz klar eine Skala, auf der ich die sogenannten Klicks ablesen kann. Stattdessen bleibt mir nichts anderes übrig, als mir die Klicks zu merken oder aufzuschreiben. Es ist mir schon oft passiert, dass ich am nächsten Morgen nicht mehr wusste, bei wie vielen Klicks ich gestern war. Da bleibt mir dann nichts anderes übrig, als Schritt für Schritt zurück zum Nullpunkt zu gehen um auf diese Weise meine eingestellten Klicks herauszufinden. 

Mithilfe dieses Drehrades wird der Mahlgrad verstellt. Das geht schnell und einfach, eine Skala vermisse ich trotzdem.


Ach ja, ein Manko für Nutzer mit kleinen Händen gibt es noch. Der Umfang der Comandante C40 MK4 ist vergleichsweise groß. Mit kleinen Händen ist schon etwas Kraft notwendig, um die Comandante während des Mahlvorgangs sicher festzuhalten. Daran gewöhnt man sich aber sehr schnell. Außerdem ist für diesen Fall das Silikonband vorgesehen, welches als „Anti-Rutsch-Band“ dient.

Wie gut schmeckt der Kaffee im Comandante C40 MK4 Test?

Das A und O einer derart hochpreisigen Mühle ist natürlich das Mahlergebnis. In meinem Comandante C40 Test brühte ich sowohl Filter als auch Espresso. 
Vor allem im Filterbereich gilt die Comandante C40 als die Referenz der Handmühlen. Und auch ich kann das nur unterstreichen. Mit noch keiner anderen Handmühle hatte ich derart ausbalancierte Kaffees gebrüht. Je nach Mahlgrad, Bohne, Wassertemperatur und Brühtechnik kommen Fruchtigkeit, Klarheit, Süße und Säure wunderbar zur Geltung. Dank der Klicks ist ein Vergleich zu den Angaben des Rösters oder zu anderen Nutzern möglich, ein praktischer „Mahlgrad-Ausgangspunkt“ findet sich also schnell. 
Im Comandante C40 MK4 Test zog ich auch meine Mahlkönig EK43 S zum Vergleich heran. Ich versuchte, ähnliche Mahlgrade mit beiden Maschinen zu treffen und verkostete beide Getränke. Im direkten Vergleich fällt die Comandante C40 einen Hauch zurück, die Kaffees der EK43 waren noch einen Hauch süßer und klarer. Der Unterschied beträgt aber nur Nuance, was in Anbetracht des Preisunterschiedes schon überrascht.
Natürlich musste der Comandante Test auch mit einigen Espressi versehen werden. Geschmacklich können diese ebenfalls durchweg überzeugen, vor allem bei hellen Röstungen finden Süße und Körper einen harmonischen Einklang. Je feiner gemahlen wird, desto länger dauert dieser Vorgang aber. So benötige ich im Comandante C40 Test rund 1 Minute und 20 Sekunden für 18 Gramm Kaffee in espressofeiner Mahlung. Für mich ist das die Grenze des zumutbaren, aber gerade noch vertretbar. Störender ist dagegen die Tatsache, dass sich der perfekte Mahlgrad zwischen zwei (recht groben) Klicks befindet. Abhilfe schafft hier das Zubehörteil Red-Clicks, welches die Mahlstufen nochmals halbiert und somit eine feinere abgestufte Einstellung erlaubt.

Der Comandante C40 MK4 Test – ein Fazit

Ich bin froh, dass ich die Mühle gekauft habe. Ärgern würde ich mich nämlich sehr, wenn ich sie nach dem Comandante C40 Test wieder zurückgeben müsste! Es handelt sich bei dieser Handmühle einfach um ein Produkt, das begeistert, es ist in nahezu jeder Hinsicht perfekt. Das gilt vor allem für das Mahlgut, welches sich auch vor äußerst hochpreisigen Mühlen* nicht verstecken muss. Trotzdem sollte man sich bewusst sein, dass das Mahlen Zeit und auch etwas Kraft erfordert. Für mich ist das mittlerweile ein fester Teil der Zubereitungszeremonie.

Kategorien
Testberichte

Die Kleine ganz groß – der Sage Bambino Test

Auf diesen Test habe ich mich sehr gefreut. Ich mag kleine, handliche Espressomaschinen, schließlich ist in der Küche der Platz oft begrenzt. Dennoch soll die Qualität des fertigen Getränks nicht unter der kleinen Größe leiden. Ob der australische Hersteller das in diesem Fall auch schafft, wird im folgenden Sage Bambino Test* ausführlich behandelt.

Die Sage Bambino* ist zwar klein, aber hat einiges „unter der Haube“.

Lieferumfang, Preis und Verarbeitungsqualität im Sage Bambino Test

Die Sage Bambino* kostete zum Testzeitpunkt 209€. Das ist ein Preis, der für viele Espressoenthusiasten geradezu lächerlich erscheint. Mit diesem preislichen Wissen im Hinterkopf behandle ich den folgenden Absatz.

Der Lieferumfang der kleinen Bambino ist sehr gut und ausreichend. Im gut verpackten Paket finden sich vier verschiedene Siebe (zwei Doppelwandige, zwei Einwandige, ganz „Normale“), ein etwas zu groß geratenes Milchkännchen (als Alternative empfehle ich dieses hier*), ein Wasserfilter, die Anleitung und einiges an Kleinkram zur Reinigung. Außerdem liegt dem Paket ein leichter, kleiner Kunststofftamper bei, der natürlich kein Highlight ist, aber seine Funktion für den Anfang durchaus erfüllt. Wesentlich mehr Spaß mach die Zubereitung trotzdem mit einem höhenwertigen Tamper, ich empfehle diesen mit Riffelboden*.

Nach dem Auspacken befassten wir uns mit der Verarbeitungsqualität. Diese konnte im Sage Bambino Test durchaus überzeugen. Die verchromten Kunststoffteile machen einen soliden und haltbaren Eindruck und auch der Wassertank weiß zu gefallen. Sogar im Vergleich zu hochpreisigen Maschinen der Hersteller Lelit, ECM oder Rocket konnte mich der Wassertank der günstigen Sage Bambino wirklich überzeugen. Dasselbe gilt für die Spaltmaße und die Knöpfe – die Qualität passt einfach. Einzig das Abtropfgitter wirkt etwas billig. Es ist blechern und sitzt recht locker auf der Auffangschale, die Unterseite weißt scharfe Kanten auf. 

Abschließend muss ich Sage wirklich loben. Für eine solche günstige Maschine ist die Verarbeitung auf einem wirklich klasse Niveau!

Konnte die Bedienung im Sage Bambino Test überzeugen?

Die Sage Bambino ist nicht nur besonders klein, sondern mit nur 5kg auch ausgesprochen leicht. Auf den ersten Blick mag das nicht nachteilig wirken, jedoch ist die Handhabung dadurch etwas eingeschränkt. So ist ein Verrutschen der Maschine beim Ein- und Ausspannen des Siebträgers nur durch Festhalten der gesamten Maschine zu verhindern. An diese Besonderheit gewöhnt man sich aber schnell, weshalb es mich im Sage Bambino Test über zwei Monate letztlich nicht mehr störte. Wer ein Verrutschen trotzdem verhindern möchte, dem Rate ich zum Kauf einer Anti-Rutsch-Matte*.

Wenn wir über den Siebträger sprechen, möchte ich auch schon den nächsten, etwas größeren Kritikpunkt loswerden. Im Inneren des aus Kunststoff hergestellten Siebträgers befindet sich ein Plastikeinsatz. Dieser soll wohl dafür sorgen, dass der Espressoauslauf halbwegs gleichmäßig auf beide Auslässe verteilt wird. In der Praxis funktioniert das auch ganz gut, jedoch ist dieser Einsatz wirklich schwierig zu reinigen. Viele Rillen und Unebenheiten machen ein ordentliches Saubermachen schwierig. Mein Tipp an Sage ist, diesen Einsatz einfach Wegzulassen und einen klassischen Zweierauslauf zu verbauen. Schließlich ist eine recht einfache Reinigung gerade der große Vorteil von Siebträgermaschinen. Ich empfehle für fortgeschrittene Anwender ganz klar den Kauf eines bodenlosen Siebträgers*.

Das war’s aber auch schon, was die Kritik bezüglich der Bedienung angeht. Denn ansonsten konnte die Kleine im Sage Bambino Test wirklich gefallen. Der Espressobezug selbst geht einfach von der Hand, die Bedienung über die vier Tasten ist äußerst einfach und intuitiv. Zudem ist der Wassertank nicht nur praktisch von oben zu befallen, er lässt sich auch komplett herausnehmen und reinigen. Die Abtropfschale ist sicherlich nicht riesig, aber fällt ausreichend groß aus. Und viel wichtiger – sie lässt sich sehr unkompliziert herausnehmen und entleeren. 

Als absolutes Highlight muss im Bereich der Nutzerfreundlichkeit die schnelle Aufheizzeit hervorgehoben werden. In 3 Sekunden ist die Sage Bambino startklar. Der Thermoblock ist derart schnell, dass ich es zu Beginn gar nicht glauben konnte. Doch tatsächlich – 3 Sekunden und er Bezug kann beginnen. 

Der Espresso im Sage Bambino Test

Das A und O einer Siebträgermaschine ist natürlich der Espresso, den ebendiese zu produzieren imstande ist. Um ehrlich zu sein, bin ich mit sehr geringen Erwartungen in diesen Teil des Tests gegangen, was will man schon von einem 200€-Maschinchen erwarten.

Also wurde der Wassertank mit 1,5 Litern gefiltertem Wasser* gefüllt, 16 Gramm hochwertigen Kaffees aus dem Hause Quijote in die Comandante gekippt und schließlich der Puck für den Bezug vorbereitet. Ein Klick auf die Doppelbezugstaste und der Espresso läuft wunderschön aus den beiden Ausläufen und fließt in die Espressotasse. Das sieht schon mal gut aus. 

Im Geschmack fällt der Sage Bambino Test dann etwas durchwachsen aus. Dunkle bis mittlere Espressoröstungen gelingen sehr gut und schmackhaft. Bei Light-Roasts ist dann eine wenig balancierte Säure wahrnehmbar, die verrmutlich aus einem nicht ganz temperaturstabilen Bezug resultiert. Auch fand ich keinen Weg, die Bezugstemperatur anzupassen. Dafür lassen sich Bezugsdauer und sogar die Preinfusion auf die individuellen Bedürfnisse anpassen, was wirklich ein Highlight in diesem Preissegment ist.

Im Sage Bambino Test konnte die Espressozubereitung größtenteils überzeugen. Wer einen Bogen um Light-Roasts macht, wird mit der Sage Bombino voll zufrieden sein.

Milchschäumen mit der Sage Bambino – wie eine ganz Große

Die kleinste Maschine aus dem Hause Sage besitzt einen Thermoblock, der sowohl für den Espressobezug als auch für den Dampf zuständig ist. Daher ist ein kurzen Aufheizen für das Milchaufschäumen notwendig. Das geht aber wirklich schnell, im Sage Bambino Test stoppten wir sage und schreibe 2 Sekunden. 

Vor dem Schäumen muss zwingend das Kondenswasser abgelassen werden. Es sollte einmal kurz die Dampffunktion aktiviert und die Düse solange in die Abtropfschale geleitet werden, bis trockener Dampf austritt (ca. 3 Sekunden). Andernfalls wird die Milch verwässert. Ist dieser Schritt, der bei jeder Espressomaschine dazugehört, getan, kann auch schon losgeschäumt werden. Dabei überrasche uns der Sage Bambino Test mit einer enormen Power. Die Menge für einen 200ml Cappuccino ist in rund 25 Sekunden geschäumt und heiß. Dabei ist die Schaumqualität perfekt! Und mit perfekt meine ich hier perfekt. Die Milch- und Schaumqualität ist vergleichbar mit dem Ergebnis hochwertiger Dual-Boiler-Maschinen*. Latte-Art steht mit der Sage Bambino absolut nichts im Wege. Als einzig kleinen Wermutstropfen gilt es die Lanze selbst zu bemängeln. Es ist keine Cool-Touch-Lanze, was die Reinigung etwas erschwert und eine kleine Verbrennungsgefahr für die Finger birgt. 

Ein Fazit zum Sage Bambino Test

Ich konnte Erfahrungen an mehr als 30 Espressomaschinen sammeln, von günstigen Einsteigermodellen* bis zu einer La Marzocco GS3. Bei einigen Maschinen erwartet man absolute Perfektion, gerade bei günstigen Modellen geht man mit einer gewissen Skepsis heran. 

Der Sage Bambino Test konnte mich mehr als überraschen. Bei einem solch preiswerten Einsteigermodell wurden professionelle Features ebenso untergebracht wie eine hochwertige Verarbeitung und eine im allgemeinen gute Espressoqualität. Als absolutes Highlight bleibt mir die Dampfleistung in Erinnerung. Ich kann, auch für erfahrenen Kaffeeliebhaber, eine absolute Kaufempfehlung aussprechen.

Kategorien
Zubereitung

Der große Sage Barista Express Test

Der australische Hersteller Sage verspricht uns, mit dem Modell Barista Express* besten Espresso auf einfache Weise zubereiten zu können. Ob die kompakte Maschine dieses Versprechen einhalten kann, überprüften wir in unserem ausführlichen Test.
Neben dem allgemeinen Testbericht finden sich in diesem Beitrag wichtige Tipps zur Bedienung dieser Espressomaschine. Denn, soviel sei vorweggesagt, die eine oder andere Hürde gilt es vor der perfekten Tasse Espresso zu überwinden. Alle wichtigen Infos finden sich in den folgenden Absätzen des Sage Barista Express Tests.

Sage Barista Express

Allgemeines zum Sage Barista Express Test

Die Barista Express von Sage siedelt sich im unteren Preissegment an und ist für den Einstieg in die Welt des Espresso gedacht. Für ca. 500€ bekommen wir eine Siebträgermaschine mit integrierter Mühle. Im Inneren sorgt ein Thermoblock für die Erhitzung des Wassers und ein Kegelmahlwerk aus Edelstahl soll den perfekten Mahlgrad treffen. 
Neben der Maschine überraschte uns der Lieferumfang im Sage Barista Express Test. Es finden sich neben vier verschiedene Siebe und einem Tamper auch ein Einsatz zum Rückspülen der Maschine, ein Milchkännchen und ein „Razer-Tool“. Letzteres ist, im Gegensatz zum Rest des Lieferumfangs, eine unnütze Spielerei ohne großen Mehrwert.  

Die meisten mitgelieferten Zubehörteile machen Sinn und sind überraschend hochwertig verarbeitet. Doch wie steht es um die Maschine selbst? Wir haben uns die Verarbeitungsqualität sowie die Materialen genauer angesehen.

Im Sage Barista Express Test fiel uns auf den ersten Blick viel Plastik auf. Von hochpreisigen Espressomaschinen* sind wir eher Chrom und Edelstahl gewohnt. Doch Sage konnte uns trotzdem überzeugen, denn der verwendete Kunststoff macht einen hochwertigen und stabilen Eindruck und hat gegenüber Chrom gewisse Vorteile. So geht unter anderem die Reinigung schneller und einfacher von der Hand, ein Abwischen mit einem feuchten Tuch ist ausreichend. Hier ist kein Nachpolieren und Sorgen um Fingerabdrücke notwendig. 
Kleine Abstriche mussten wir beim Siebträger feststellen. Der Griff besteht ebenfalls aus Kunststoff und fasst sich nicht so hochwertig an. Auch das Gewicht ist mit ca. 350 Gramm nicht allzu hoch. Günstige und hochwertige Abhilfe schaffen hier Siebträger von Drittherstellern, wie etwa dieser hier*. 

Insgesamt gefiel der erste Eindruck im Sage Barista Express Test. Die Verarbeitung scheint auf einem hohen Niveau zu sein, die verwendeten Materialen sind funktional und gut, und auch das Zubehör sorgt für einen einfachen und unkomplizierten Einstieg in die Welt der Siebträger.

Die Mühle im Sage Barista Express Test

Wer sich mit hochwertigem Espresso beschäftigt, der weiß, dass ein perfekter Geschmack nur mit einer sehr guten Mühle erreicht wird. Sage bietet uns mit der Barista Express eine Komplettlösung, die Mühle ist in die Siebträgermaschine integriert. Das bringt Vor- und Nachteile mit sich. Als Vorzüge gilt es den geringeren Platzbedarf in der Küche ebenso zu nennen wie die einfachere Kaufentscheitung für den Kunden. Ein Nachteil ist beispielsweise ein möglicher Defekt, schließlich fallen dann beide Einheiten (Mühle und Siebträgermaschine) aus. Um den Nachteilen entgegenzuwirken, ist eine hochwertige verbaute Mühle wichtig. Im Sage Barista Express Test achteten wir auf eine einfache Einstellbarkeit sowie ein gutes Mahlgut mit passender Partikelverteilung.

Um den Mahlgrad zu verstellen, findet sich an der linken Gehäuseseite ein Drehrad. Auf der Vorderseite ist ebenfalls ein Drehrad angebracht, mithilfe dessen die Mahldauer kontrollierbar ist. Beides ist einfach und intuitiv handhabbar, weshalb die Einstellung eines passablen Espresso schon nach wenigen Bezügen gelingt. 

Tipp: Es ist einfacher, einen guten Espresso mit dem Doppelsieb zu brühen. Wiege 18 Gramm Bohnen ab und gib diese in die Mühle. Stelle den Timer und den Mahlgrad ca. in die mittlere Einstellung. Von hier aus kannst du beide Parameter schnell und einfach passend zu den verwendeten Bohnen einstellen. Beginne mit dem Mahlgrad, um auf eine Bezugszeit von ca. 25 Sekunden zu gelangen. Der Timer sollte so eingestellt werden, dass die 18 Gramm exakt mit in einem Durchgang gemahlen werden, ohne dass die Mühle nachläuft. Beim gesamten Einstellprozess hilft eine Feinwaage* mit einer Genauigkeit von 0,1 Gramm.

Wir verglichen das Mahlgut im Sage Barista Express Test mit dem einer Mahlkönig X54*. Geschmacklich kann die Barista Express natürlich nicht mit der Mahlkönig mithalten, hier liegt schlichtweg ein Qualitätsunterschied vor. Dennoch müssen wir sagen, dass die Sage in Sachen Mahlgut überraschend gut performt. Vielleicht nicht ganz so facettenreiche wie wesentlich teurere Mühle, aber dennoch rund und angenehm.

Der Bezug eines Espresso

Sage möchte es uns einfach machen. Sind der Mahlgrad und der Timer einmal passend eingestellt, genügt es, mit dem Siebträger die Mühle zu starten. Hierbei empfehle ich aber ganz klar ein sogenannter Dosiertrichter*, mithilfe dessen das Mahlen ohne Sauerei und Klumpenbildung von der Hand geht. Nach dem Tampen und Einspannen des Siebträgers genügt ein Druck auf die Bezugstaste. Es folgt eine kurze Präinfusionsphase, während dieser das Kaffeemehl drucklos mit heißem Wasser benetzt wird. Ob diese drucklose Präinfusion wirklich sinnvoll ist, wird kontrovers diskutiert. Ich halte sie für weder vor-, noch nachteilhaft. Eine echte Präinfusion allerdings sollte mit ca. 1 Bar Druck stattfinden.

Der eigentliche Espressobezug findet bei perfekten 9 Bar Druck statt, was wir mit einem Siebtägermanometer* nachgemessen haben. Und auch die Temperatur überzeugte uns im Sage Barista Express Test, unser Thermometer zeigte konstante 93 Grad.

Die Parameter hören sich gut an, weshalb wir ein ebensolches Ergebnis in der Tasse erwarteten. Und wir wurden nicht enttäuscht. Nach erfolgreich eingestellter Maschine überzeugte uns der Espresso mit einem guten Mundgefühlt, angenehmer Süße und zurückhaltender Säure. Im Vergleich zu unserer Lelit Elizabeth* fehlte etwas Klarheit im Geschmack, doch insgesamt erhielten wir einen wirklich guten Espresso. Bis hier hin konnte uns der Sage Barista Express Test überzeugen!

Das Milchschäumen mit der Barista Express

Bei der getesteten Espressomaschine handelt es sich um ein Single-Thermoblock-Modell. Dies hat den Nachteil, dass für den Bezug von Dampf ein Aufheizen des Thermoblocks erforderlich ist. Im Sage Barista Express Test dauerte das ca. 20 Sekunden, ist also verkraftbar. 

Die Dampflanze der Sage ist gut beweglich und kommt mit einem Dampfloch daher. Die Dampfleistung ist insgesamt ausreichend, aber nicht allzu üppig. Beim Milchschäumen im mitgelieferten Kännchen konnten wir dennoch sowohl die Zieh- als auch die Rollphase erreichen. Da die Leistung eher schwach ist, dauert der gesamte Vorgang aber etwas länger. Für Anfänger hat das den Vorteil, dass mehr Zeit für die verschiedenen Schritte des Milchschäumens zur Verfügung steht und somit einfacher ein gutes Ergebnis erzielt werden kann. Und letztlich zählt ja das Ergebnis 😊 Das kann sich übrigens sehen lassen, Latte Art ist mit ausreichen Übung durchaus möglich.

Das Fazit zum Sage Barista Express Test

Eine Siebträgermaschine mit integrierter Mühle für rund 500€? Wir waren skeptisch, ob das funktionieren kann. Letztlich konnte uns der Sage Barista Express Test aber überzeugen. Es müssen selbstverständlich gewisse Abstriche bei den verwendeten Materialien und der Haptik gemacht werden. Auch ist der Geschmack nicht derart facettenreich und klar wie bei höherpreisigen Mühle und Maschinen. Aber für Anfänger, die einen simplen Einstieg in die Welt des Espresso wünschen, reicht die Barista Express vollkommen aus. Uns überzeugte die einfache Handhabung ebenso wie der Geschmack des fertigen Getränks. Das Schäumen dauert aufgrund der geringen Leistung etwas länger, dafür überzeugt die Aufheizzeit mit rund einer Minute. Wir können eine Kaufempfehlung aussprechen.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner